TuS Göllheim


Vorsichtig und bescheiden gibt sich Willi Wittner vor Beginn der neuen Bezirksklasse-Saison. Der Spielleiter des TuS Göllheim hat wie in den Jahren zuvor personell umgebaut und hält mit neuem Trainergespann und Kerzenheimer Verstärkung einen Platz im Spitzenfeld für realistisch.

Allerdings auch nicht mehr. Unter die ersten Fünf zu kommen, das traut Wittner seiner neu formierten Truppe zu. Von Aufstieg oder gar Meisterschaft will er nicht sprechen. Dafür hat sich der TuS im Vergleich zur letzten Runde (Ergebnis: Platz fünf) wohl nicht genügend verstärkt. Es bleibt sogar abzuwarten, ob nach den Weggängen von Heiko Völker und Marvin Ellis sowie den vorübergehenden Ausfällen von Heiko Klein (Gesundheit) und Andreas Schott (Hausbau) die Qualität des Kaders abgenommen hat. Wittner räumt zumindest ein, dass die genannten Vier der Mannschaft fehlen werden.

Im Gegenzug hat sich TuS Göllheim bei der Konkurrenz umgeschaut: Durch die Verpflichtung von Michael Hahn (TSG Kerzenheim) dürfte das Torwartproblem der vergangenen Saison behoben sein. Mit dem talentierten Schlussmann, der sich bereits in den ersten Testspielen als großer Rückhalt entpuppte, kommen Jochen Müller, Benjamin Osterritter und Faruk Akar aus der direkten Nachbarschaft zum TuS. Inwieweit sich die drei für die Startformation empfehlen werden, bleibt offen. Denn Daniel Weber (SV Nack), Thorsten Kramer (Freimersheim) und Sven Fischer (TuS Dirmstein, zuvor TSG Albisheim) wollen sicher keine Statistenrolle spielen.

Die Entscheidung darüber fällt ab dieser Runde Alexander Schott. Zusammen mit Martin Lauermann soll der junge Spielercoach, der als DFB-Stützpunkttrainer der neuen Aufgabe durchaus kompetent begegnet, die Mannschaft bis zum 30. Juli zusammenführen. Dann geht es gegen Jettenbach in der ersten Runde des Bezirkspokals um die Wurst. "Ich gehe davon aus, dass die Lösung mit Alex und Martin zusammen an der Spitze funktionieren wird. Schließlich war das der Wunsch der beiden," hat Wittner keine Bedenken, dass Schott und Lauermann auch als Trainerduo harmonieren.

Die Trainingsbeteiligung jedenfalls spricht dafür. Als letzte Woche gleich fünf Mal zum Appell geblasen wurde, waren im Schnitt 20 bis 25 Mann am Start. Motivation ist also vorhanden, jetzt geht es noch um den taktischen Feinschliff. Den will sich der TuS unter anderem beim Vorbereitungsturnier in Münchweiler holen. An Teams wie Steinbach, Enkenbach und Winnweiler kann man sich messen lassen. Wen Wittner dann für die kommende Saison ganz oben sieht? "VfR Kaiserslautern hat mit ehemaligen Verbandsliga-Spielern aus Siegelbach kräftig aufgerüstet und ist für mich Titelkandidat Nummer eins. Auch Rüssingen konnte sich verstärken und gehört sicher mit zum Favoritenkreis." Den letzten Härtetest für Göllheim gibt es dann im Anschluss an das Pokalduell mit Jettenbach. Dann geht es gegen den Verbandsligisten VfR Grünstadt.

TuS Göllheim

Zugänge: Sven Fischer (TuS Dirmstein), Thorsten Cramer (Freimersheim), Michael Hahn, Jochen Müller, Faruk Akar, Benjamin Osterritter (alle TSG Kerzenheim), Daniel Weber (SV Nack), Festus Hassan (Sudan).

Abgänge: Heiko Völker (SW Mauchenheim), Marvin Ellis (SVG Eisenberg).

Kader, Tor: Michael Hahn, Stefan Rühl, Michael Korell, Jürgen Burkhard; Abwehr: Gernot Bauer, Steffen Becker, Dirk Gehm, Dominik Hochstetter, Martin Lauermann, Peter Roth, Thomas Stabel, Patrik Schneider, Daniel Weber, Sven Mager, Ralf Schumann; Mittelfeld und Angriff: Alexander Schott, Michael Rößling, Benjamin Osterritter, Jochen Müller, Christian Haag, Sven Fischer, Thorsten Cramer, Faruk Akar, Festus Hassan.

Trainer: Alexander Schott, Martin Lauermann.

Meisterschaftstipp: 1. VfR Kaiserslautern, 2. kein Tipp, 3. kein Tipp.

Neuzugänge beim TUS Göllheim

Vorne von links : Daniel Weber, Jochen Müller, Faruk Akar, Thorsten Cramer Hinten von links : Trainer Alexander Schott, Michael Hahn, Sven Fischer, Trainer Martin Lauermann